Fragen & Antworten

Fragen und Antworten zur Ausbildung in Heilpraktik

Gibt es nicht schon zu viele HeilpraktikerInnen?

Es gibt in der Tat viele HeilpraktikerInnen. Gleichzeitig ist auch ein hoher Bedarf erwiesen. Heute haben viele Menschen neben ihrem Hausarzt auch ihren Heilpraktikerin. Manche lassen sich sogar ausschließlich heilpraktisch behandeln. Es gilt: Wer gut arbeitet, bekommt auch genug PatientInnen. Allerdings sollten zwei bis vier Jahre einkalkuliert werden, ehe man die Praxis nicht nur als „selbsttragendes Hobby“ betreibt, sondern davon auch leben kann. Die Heilpraktikerschaft ist außerdem eine so inhomogene Gruppe mit einem ungemein vielfältigen Angebot, dass man nicht von einer Berufsgruppe sprechen kann.

Was muss man eigentlich selbst für Voraussetzungen mitbringen, um diese Ausbildung zu machen?
Die Voraussetzungen liegen weniger im Bereich irgendeiner fachlichen Vorqualifikation, als in der eigenen Motivation zu helfendem und heilendem Handeln und der Bereitschaft, dafür Zeit und Energie einzusetzen. Insofern gibt es höchstens gesetzliche Bestimmungen zu diesem Thema: Die BewerberInnen müssen 25 Jahre alt sein, gesundheitlich geeignet (Attest), dürfen keinen Eintrag im Vorstrafenregister haben und benötigen mindestens einen Hauptschulabschluss.

Wie wird man geprüft?

Im gesamten Bundesgebiet werden zweimal im Jahr schriftliche Prüfungen durchgeführt. In zwei Stunden müssen 60 „Multiple-Choice-Fragen“ beantwortet werden, die nahezu alle Gebiete der Medizin berühren. Besteht man diesen schriftlichen Teil, wird man zur mündlich-praktischen Überprüfung zugelassen. Meistens prüft ein Team von Amtsärzten, Heilpraktikern und evtl. auch Angehörigen der niedergelassenen Ärzteschaft. Allerdings ist die Zusammensetzung des Prüfungsteams in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt. In Hamburg prüft nur eine Amtsärztin oder ein Amtsarzt im Beisein eines Tonbandgerätes. Die mündliche Überprüfung dauert im Schnitt zwischen 25 und 40 Minuten.

Was darf man als HeilpraktikerIn nicht?

Es gibt einige gesetzliche Privilegien der ÄrztInnen, von denen die Heilpraktikerschaft ausgeschlossen ist. Dazu gehören beispielsweise das Verschreiben von rezeptpflichtigen Arzneien oder Betäubungsmitteln, die Ausübung der Zahnheilkunde sowie die Zusammenarbeit mit Gesetzlichen- und Pflichtkrankenkassen. Außerdem ist das Ausstellen von Totenscheinen und Leichenpässen, die Behandlung bei bestimmten meldepflichtigen Seuchen oder Straftaten den Ärzten vorbehalten.

Was heißt eigentlich „anerkannt“?

„Anerkannt“ heißt, dass die „Behörde für Arbeit, Gesundheit & Soziales“ (BAGS) die Lehrpläne und Schülerzahlen, die Unterrichtsstruktur und den prüfungsvorbereitenden Charakter der Institution geprüft hat und sie als Lehreinrichtung anerkannt hat. Das hat auch zur Folge, dass keine Umsatzsteuer erhoben werden muss.

Wie lange dauert die Ausbildung am HIKH?

Die Ausbildung in Heilpraktik dauert ein Jahr. In dieser Zeit wird der für die Überprüfung notwendige Grundstock des Wissens gelegt und das Denken in Zusammenhängen gefördert. Darüber hinaus wird eine naturheilkundliche Basis gelegt. Die kurze Zeit verpflichtet zu einem gewissen Quantum an Eigenarbeit. Die Ausbildungskonzepte des HIKH haben sich bewährt und engagierte und verantwortungsbewusste HeilpraktikerInnen hervorgebracht. Die supervidierte Arbeit mit PatientInnen, eine stete Fortbildung und schließlich die Erfahrung machen uns zu guten TherapeutInnen.

Wie wird der Unterricht gestaltet?

Wegen der großen Stoffmenge und der kurzen Unterrichtszeit liegt der Schwerpunkt auf einem Unterricht im Seminarstil. Es wird lebendig unterrichtet und genügend Raum für Fragen gegeben.

Kleingruppen (max 8 Personen)

Zu jedem Unterrichtsfach gibt es ein eigenes Skript, die Kosten sind im Gesamtpreis enthalten.

Wie viel Zeit benötigt man für die Eigenarbeit?

In der ersten Ausbildungshälfte sollte man, je nach Übung und Vorwissen, vier bis sechs Stunden pro Woche einkalkulieren. In der zweiten Hälfte kommen zwei bis vier Stunden hinzu. In der Endphase, wenn es auf die Überprüfung zugeht, kommt es darauf an, wie kontinuierlich zuvor gelernt wurde. Entweder sind dann noch große Wissenslücken zu füllen oder es kann in dem bisherigen Pensum weiter gelernt werden.

Wie viel kostet die Ausbildung?

Die Ausbildung in Heilpraktik kostet 160,00 € (1-jährig) pro Monat zzgl. einer einmaligen Einschreibgebühr von 50,00 €.

Wie viel muss man zusätzlich für Bücher einkalkulieren?

Für Bücher und einen Multiple Choice Trainer kommen noch einmal ca 140.- € hinzu.

Kann man hospitieren, bevor man sich entscheidet?

Gerne kann man vorher hospitieren, um ein umfassendes Bild zu gewinnen. Wir nehmen jedoch niemanden probeweise in eine Gruppe auf. Solche Unverbindlichkeiten können erhebliche Unruhe in eine Gruppe bringen und tun den Beteiligten nicht gut. Eine Gruppe ist ein Organismus, der auch geschützt bleiben muss. Deshalb: Erst hospitieren – dann entscheiden.

Wie lange verpflichtet man sich, wenn man den Vertrag unterschreibt?

Mit dem Vertrag verpflichtet man sich für die komplette Ausbildungsdauer von einem Jahr. Aufgrund der kleinen Gruppenstruktur ist ein Ausstieg zwischendurch leider nicht möglich.

Darf man als HeilpraktikerInnen auch Psychotherapie anbieten?

Ja. Man kann sich sogar mit einer Praxis für Psychotherapie niederlassen, ohne jeden Ausbildungsnachweis. Diese fehlende Nachweispflicht empfinden wir als großen Nachteil, da dieser Bereich lediglich der persönlichen Moral überlassen ist. Heilpraktiker brauchen keinerlei Zusatzausbildungen nachzuweisen, weil es dafür keine relevanten staatlichen Regelungen gibt. Selbst die Heilpraktikerverbände dürfen lediglich Empfehlungen aussprechen, da sie keine so genannten „juristischen Personen“ darstellen, wie etwa eine Handwerks-, Anwalts- oder Ärztekammer. Allerdings gilt für den Heilpraktiker die Sorgfaltspflich, was unteranderen so ausgelegt wird, dass er nur anwenden darf, was er auch beherrscht, in sofern muss im Zweifelsfall immer ein Ausbilfungsnachweis der jeweiligen Therapieform erbracht werden können.

Fragen und Antworten zur Ausbildung
in Klassischer Homöopathie

HomöopathIn und HeilpraktikerInnen – ist das nicht dasselbe?

Nein. „Heilpraktiker“ ist eine Berufsbezeichnung, die nichts über die ausgeübten Therapiemethoden aussagt. So bieten HeilpraktikerInnen viele verschiedene Heilmethoden an, wie Akupunktur, Aromatherapie, Diätetik, Chiropraktik, Phytotherapie u.v.a. Die Homöopathie ist eine der möglichen Therapiemethoden. Sie beruht auf dem von Samuel Hahnemann entdeckten Ähnlichkeitsgesetz, wonach eine Arznei diejenigen Beschwerden bei einem Kranken heilen kann, die sie bei Gesunden hervorbringt.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert ein Jahr.

Wie viel kostet die Ausbildung?

Die Ausbildung in Klassischer Homöopathie kostet monatlich 150.- €, keine Einschreibegebühr

Wie lange verpflichten man sich, wenn man den Vertrag unterschreibt?

Mit dem Vertrag verpflichtet man sich für die komplette Ausbildungsdauer von einem Jahr. Aufgrund der kleinen Gruppenstruktur ist ein Ausstieg zwischendurch leider nicht möglich.

Kann man hospitieren, bevor man sich entscheidet?

Bei Bedarf kann man mehrmals und in verschiedenen Gruppen hospitieren, um ein umfassendes Bild zu gewinnen. Wir nehmen jedoch niemanden probeweise in eine Gruppe auf. Solche Unverbindlichkeiten können erhebliche Unruhe in eine Gruppe bringen und tun den Beteiligten nicht gut. Eine Gruppe ist ein Organismus, der auch geschützt bleiben muss. Deshalb: Erst hospitieren – dann entscheiden.

Wie wird der Unterricht gestaltet?

Die DozentInnen stellen die meisten Themen anhand von Fällen aus der täglichen Praxis dar. Wichtig ist uns die Arbeit in der Gruppe, wodurch alle die Gelegenheit haben, voneinander zu lernen und die Inhalte selbst zu entwickeln. Neben dem gemeinschaftlichen Erarbeiten von zentralen Texten ist es auch möglich Fälle mit der ganzen Gruppe anhand von Computerprogrammen zu bearbeiten und zu analysieren.

Gibt es auch schriftliche Unterlagen zum Unterricht?

Ja. Zu allen Themen haben unsere DozentInnen Skripten entwickelt, die zum Selbstkostenpreis abgegeben werden.

Wie viel muss man für Bücher einkalkulieren?

Da Bücher die wesentlichen Werkzeuge zur Arzneimittelfindung sind, sollten für ein Basispaket ca. 200,00 € bis 250,00 € eingeplant werden.

Wie viel Zeit muss man für Eigenarbeit einrechnen?

Etwa 2 bis 4 Stunden pro Woche sollten auf jeden Fall eingeplant werden. Ist die Prüfung bei der „Stiftung Homöopathiezertifikat“ (SHZ) anvisiert, wird man sich ähnlich wie auf die Heilpraktikerprüfung vorbereiten und dementsprechend mehr Zeit aufwenden. Die SHZ empfiehlt 1200 Stunden an Heimarbeit während des gesamten Ausbildungszeitraumes.